Da Jia Le setzt als erstes chinesisches Restaurant auf Craft Beer

In den letzten Jahren gibt es immer mehr kleine Brauer in Berlin, die experimentierfreudig mit den besten Zutaten arbeiten, um gute und besondere Biere herzustellen. Dieses Konzept passt hervorragend zum kleinen Da Jia Le in Schöneberg. Deshalb bietet das Da Jia Le als erstes chinesisches Restaurant in Berlin das hervorragende, selbstgebraute Rotbier von den Jungs der Rollberg-Brauerei in Neukölln an – frisch vom Fass.

UPDATE: Inzwischen bietet das Da Jia Le fast 20 verschiedene Bierspezialitaeten an – darunter einige der am hoechsten bewerteten Biere in Deutschland wie den Celebrator Doppelbock der Ayinger Privatbrauerei,

www.rollberger.de

www.dajiale-berlin.de

Deutschlands beste Biere

Deutschlands beste Biere

Von Erdäpfeln & Grundbirnen

 

Friedrich der Große war zweifelsohne ein Genie, doch auch die weisesten Denker unseres Landes haben ihre schwachen Momente und in einem solchen finden wir unseren Helden.
Schon den ganzen Vor- und Nachmittag hatten Lakaien diverser Couleur bei ihm vorgesprochen: Wissenschaftler, Weltumsegler, Köche und Kleinbauern – alle wollten sie ihn von jenem neuen Gemüse überzeugen, das den fürchterlichen, holperigen Namen Kartoffel zu tragen schien. Ein ungeschickter Bauerntrampel von einem Wort. Kartoffel, das klang nach der rechten Bezeichnung für eine schmerzhafte Beule oder ein Werkzeug, mit dem man frischabgezogene Tierhäute zu Lederlappen gerbt. Friedrich hatte sich anfangs wenig beeindruckt gezeigt.

Doch da der Monarch von schneller Auffassungsgabe war, konnte er bald erkennen, welche verheißungsvolle Chance sich ihm in der unansehnlichen Gestalt der erdigen kleinen Knollen bot.

Ein Ausweg aus der Nahrungskrise schien gefunden. Das Gewächs war robust und eignete sich hervorragend für die sandige Kargheit der Mark Brandenburg, die Gemüse und Menschen nach gleichsam schwer genießbarer Art hervorbrachte.

Auch die Köche hatten ihn weitestgehend überzeugt, obgleich ihr Eifer, die Vielfältigkeit der Kartoffel zu demonstrieren,  ein wenig zu weit ging. Alle fürstlichen Speisen an jenem Tage hatten ausschließlich aus Kartoffeln bestanden und während die Konsistenz den Fürsten stets aufs Neue überrascht hatte, so schienen Bratkartoffeln, Kroketten, Kartoffelpuffer, Mousse au Kartoffel und Consommé de Kartoffel doch alle einen entscheidenden Nachteil miteinander zu teilen: sie ließen sich, sofern man sie nicht stark würzte, in Geschmack und Aroma leider nur als “ungünstig kartofflig” beschreiben.
In seiner Weitsicht hatte Friedrich jedoch schnell begriffen, dass ein Nationalgemüse mit schnöder, einfältiger Geschmacksrichtung vortrefflich zu seinem Volke von Biertölpeln passen würde, deren Gaumen in der Mehrheit kaum geeignet waren, den Unterschied zwischen einer in Trüffelbutter gewendeten Fasanenbrust und dem unteren Ende eines Laternenpfahls auf einem belebten Berliner Trottoir zu schmecken. Und nachdem ihm der Sous-Chef demütig beteuert hatte, dass am Abend wieder sein geliebter Kapaun auf der Speisekarte stünde, war er der Kartoffel sogleich wohlgesonnener und erbat sie sich als Beilage zu der wunderbar kräftigen Soße, die den Kapaun stets liebevoll umschmeichelte.
Nun galt es lediglich noch eine Frage zu klären: Wie sollte er die engstirnigen Hinterwäldler, die zu regieren er gezwungen war, von dieser neuen Errungenschaft der preußischen Küche überzeugen?
Es gab noch keine Werbepsychologen, daher ließ Friedrich die beiden prominentesten und lautesten Marktschreier Berlins zu sich bitten, die tief miteinander verfeindet waren. Am Anfang waren sich diese zwei Marktschreier noch überraschend einig. Man brauche einen neuen Namen. am besten sollte er an ein Obst gemahnen, ohne dabei zu verschleiern, dass Kartoffeln aus der Erde kommen.

Doch hier endete die Einigkeit und bald war eine zornige Debatte über den neuen Namen der Kartoffel zwischen den beiden Marktschreiern entbrannt. Sie wahrten die typische Marktdistanz von etwa fünfzehn Metern im königlich preußischen Audienzsaal und priesen die Kartoffel lauthals in den jeweils favorisierten Namen an. Friedrich solle dann, wenn er sie in Marktschreiermanier brüllen hörte, entscheiden, bei wem der zwei er kaufen würde und welcher Name demnach der Passendere sei. Der eine Marktschreier hatte sich für die Bezeichnung Erdapfel entschieden, der andere für den Namen Grundbirne.
“Knackig frisch! Mit dem Besten aus preußischer Erde!”
“Weich und Zart! Aus dem Grund für Sie geborgen!”
“Delikat geformt, köstlich und weich wie eine Birne!”

“Leckerer Erdapfel! Saftig-Süß!”

„Was soll das seien, ein Erdapfel? Die einzigen Äpfel, die vom Boden kommen, sind Pferdeäpfel und die haben Sie im Kopf, Monsieur! Kaufen Sie Grundbirnen!“

„So? Die einzige Birne, die ich hier ausmachen kann, ist die hässliche Dörrfrucht, die Sie auf ihren Schultern balancieren, Monsieur! Frische Erdäpfel!“
Die Miene unseres Helden verdunkelte sich zusehends. Der Hunger seines eigenen Volkes, die Vormachtstellung gegenüber Frankreich, sein Platz in der stolzen preußischen Geschichte; alles war ihm plötzlich vollständig gleich.
In diesem Moment galt nur eins: Wie diese beiden Idioten loswerden?
Wie sie ohne Skandal beseitigen aus seinem sonst so friedlichen Salon?
Ihre Sprüche wurden beständig lauter und begannen ganz dezent an Wahn zu grenzen.
“Himmlische Versuchung! Nicht mal Eva konnte diesem Apfel widerstehen.”
“Jedes Kind und jede Dirne freut sich an des Grundes Birne”
Gerade als Friedrich der Große gedanklich damit begonnen hatte, das Konzept des Vierteilenes auf weitere Brüche zu verallgemeinern, kehrte seine Genialität zurück und er ersann eine Lösung für das Problem.

 

“Was man nicht haben will, sollte man dorthin verbringen, wo man nicht sein will. Österreich! Ab mit den Zweien in eine Postkutsche, zusammen mit einem schönen Sack Kartoffeln. Als königliches Geschenk für den Kaiserhof. Deportiert sie nach Österreich!”

„Aber Exzellenz!“, rief einer der Minister, „wie soll für dahin die neue Wunderknolle benannt werden?“

„Nennt sie einfach Kartoffel. Mir ist es gleich. Ich möchte nur nie wieder Marktschreier in meinen Amtsräumen sehen!“

 

Und der Wille des Fürsten geschah. Die zwei Marktschreier kamen nach Wien, wo sie sich erst aus dem Augen verloren, doch nach sieben Jahren wieder trafen und herzlich über die Kartoffel-Episode vor dem preußischem Fürsten lachten, später aber entsetzlich darüber stritten, ob ein kleiner Mokka mit Schlagobers besser Einspänner oder doch lieber Fiaker genannt werden sollte. Doch darüber soll an anderer Stelle von ortskundigeren Personen berichtet werden. Der kindische Zwist, ob Kartoffeln nun eher mit Äpfeln oder mit Birnen zu vergleichen seien, hat jedenfalls seit Friedrichs Tagen nie mehr für Uneinigkeit in Preußen gesorgt.

Kartoffelkochkurs

Liebe Freunde der Kartoffel,

habt ihr euch schon immer gefragt wie man den Stärkegehalt einer Kartoffel bestimmt und was das mit guten Gnocci zu tun haben soll? Ihr wollt lernen eine Bamberger Krumbeere von der Schwarze Ungarin im Blindtest zu unterscheiden? Oder wollt ihr nur ein gutes Glas Weißwein mit einer zünftigen Portion Kartoffelpuffern genießen? In jedem Fall seid ihr herzlich willkommen zum ersten Kochkurs der kulinarischen Gesellschaft. Das Motto lautet: Antwort auf all die brennenden Fragen, die ich mir noch nie zu Kartoffeln gestellt habe.

Kostenpunkt sind 25 Euro. Guter Weißwein inklusive. Der Kurs wird vollständig vegetarisch sein. Bei ausreichendem Interesse auch gerne mit veganen Optionen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme.


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Datum/Uhrzeit
Zeiten - 20/09/2014
17:00 - 22:00

Ort
Kellerresidenz Riccius


Buchungen   (Noch 0 Plätze verfügbar)

Veranstaltung ist ausgebucht.

Rainforest Retreat

"Vanilla aphylla from Southern Thailand" by Pkhun at English Wikipedia - Transferred from en.wikipedia to Commons.. Licensed under Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 via Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vanilla_aphylla_from_Southern_Thailand.jpg#mediaviewer/File:Vanilla_aphylla_from_Southern_Thailand.jpg

“Vanilla aphylla from Southern Thailand” by Pkhun at English Wikipedia
Licensed under Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0

Einst segelten große Entdecker bis ans andere Ende der Welt um Gewürze zu ergattern. Heute gibt es FedEx. Dies klingt schon wieder nach einem großen Aufruf zur Traditionspflege. Doch keine Sorge, ich habe nicht vor die Vorzüge eines Segelausfluges nach Indien darzulegen. Stattdessen will ich lieber die großartigen Dinge anpreisen, die man sich heute einfach zuschicken lassen kann. Vor ungefähr einem Jahr war ich in Indien auf einer Gewürzplantage zu Besuch. Die Farm ist in den Urwald integriert, wird von Einheimischen bearbeitet und ist auf die angenehmste Art und Weise unprofessionell. Die Produkte könnt ihr hier sehen:

http://www.rainforestours.com/products.htm

Ich werde demnächst wieder ein größeres Packet bestellen. Bei Interesse bitte die genauen Wünsche an info@kulinarische-gesellschaft.de schicken. Fragen sind gerne willkommen.

To clear things up once and for all

Heidelbeeren

Heidelbeeren

Heidelbeeren sind innen hell. Ihr Geschmack ist mild und leicht säuerlich. Sie färben nicht und sind fürs Backen und die generelle Weiterverarbeitung nur bedingt geeignet.
Zu milchbasierten Cremes, wie etwa Quark oder Mascarpone passen sie hervorragend.

Blaubeeren

Blaubeeren

Blaubeeren sind extrem intensiv und färben alles in ein sattes Blau. Sie sind für Pfannkuchen, Muffins und Kuchen aller Art ideal einsetzbar.